3. Mai 2026

4 interessante Patientenfälle aus der Praxis (Ernährung, Schmerz, Ängste)

Moin moin, wie schaut’s aus?
Also … ICH MUSS DIR WAS ERZÄHLEN!

3 Sätze aus dem Praxisalltag der letzten Woche, worüber ich gerade etwas aufklären möchte, na ja, 4 Sätze, 4 Fälle. Ich glaube, dass man davon was mitnehmen kann, daher erzähl ich dir das!

Patient 1 mit „Ganzkörper-Schmerzen“:

Ich habe ihn untersucht, wirklich ein gutes Assessment, eine ausgiebige Anamnese (Game-Changer für alle Therapeuten ist DER Assessment²-Workshop zusammen mit Modul 6 der Ausbildung zum Kraft- und Gesundheitstrainer[= Anamnese, Gesprächsführung, Screening, Arbeit mit Menschen]) und na ja, was soll ich sagen? Es WAR NICHTS. Nichts, nichts. MRT war auch unauffällig – heißt nichts, aber passt zum Bild – Röntgen war nichts, Blutwerte unauffällig. Er sagte, als ich ihn untersuchte, als wir trainierten, als ich ihn ausbelastete und NICHTS seine Schmerzen nur annähernd auslösen konnte: „Na ja, wenn ich Stress habe, dann ist es deutlich schlimmer oder auch wenn ich mich mehr darauf konzentriere, schmerzt es deutlich mehr“ – und genau das ist es: Allein der Gedanke, ein „Könnte“, kann Schmerzen auslösen. Vergiss das nicht!


Also eine Vorannahme, dein Schlafverhalten, deine Ernährung, das, was dir gesagt wird und so weiter, verändern den Schmerz, die Intensität, die Wahrnehmung und dein Verhalten.

Ein wirklich wichtiges Therapie-Tool dabei ist DEEP LEARNING – also tiefes Verständnis über dich, deinen Körper, Auslöser, Ursachen und Erhalter deiner Beschwerden. Egal ob bei Schmerz oder Verletzungen. Dafür habe ich zum Beispiel mein Physio-Fachbuch und Patienten-Ratgeber DIAGNOSE SPORTUNFÄHIG geschrieben. Wenn du das noch nicht hast und irgendwie mit Schmerz oder Verletzungen zu tun hast, dann ist das meine KLARE EMPFEHLUNG!

Patient 2: „Mein Arzt sagt, dass man da mit Ernährung absolut gar nichts machen kann und Kollagen wäre auch rausgeschmissenes Geld.“

Ok. Schau mal: Wir schwimmen in Daten, die zeigen, dass Curcumin bei Schmerzen hilft, Vitamin D3 hilft, Omega-3 hilft, Ingwer hilft, eine ketogene Ernährung helfen kann (steht auch alles ausführlich in DIAGNOSE SPORTUNFÄHIG!) oder ganz aktuell: Eine Meta-Analyse über Meta-Analysen zum Thema Kollagenhydrolysat von Rabindran et al. 2026 zeigt? Ja, was zeigt die? Einen positiven Effekt auf Gelenkfunktion und Schmerzen, Osteoporose und Knochendichte, fettfreie Masse bei Sportlern und ein leicht verbessertes Hautbild (Elastizität und Hydration – wobei das nur messbare Effekte sind, aber kaum sichtbare). Andere Daten zeigen ebenfalls positive Effekte von Kollagen und Co. auf Gelenkfunktion, Schmerz etc. (hier liest du viel zum Thema Kollagen mit den meisten aktuellen Daten zum Thema). Wieso sagt man einem Patienten also so etwas?

Diese Dinge haben kaum bis gar keine Nebenwirkungen, aber einen potenziellen Effekt – wieso nicht zumindest versuchen? Hier liest du mehr zum Thema Ernährung bei Verletzungen, Operationen und Schmerzen!

Auch das: Diese Art des Selbstmanagements ist unbezahlbar – du trägst selbst Verantwortung für die Behandlung und Beseitigung deiner Beschwerden. Das wird oft vergessen, oder? Oft geht man zum „Experten“ und verlangt fast schon, dass dieser „es einfach wegmacht“ – aber nur DU KANNST ES WEGMACHEN! Dafür musst du zum einen WISSEN, WAS ZU TUN IST, und dann musst du … TUN!

Gutes Kollagen kriegst du übrigens hier bei uns.

Patient 3: „Nein, ich habe keine Angst, absolut nicht“...

... und wir gingen ins Studio, und er sollte mal Kreuzheben. 30 kg insgesamt – er so: „Nee, das ist aber noch zu viel.“ Ich so? Er so? Ich so: Dein Ernst? „Ja, das trau ich mir noch nicht zu“ – ok, das Gleiche beim Überkopfdrücken, auch 30 kg. Ich so: „Drück das mal“, er so: „Ehm, das ist viel zu viel.“ Ok – ich sagte ihm:

„Hör mal auf, eine Muschi zu sein, ich steh ja daneben, da passiert nichts“

– und er drückte das Gewicht, hob das Gewicht und das ging noch an ein paar Stellen so weiter. Er meinte dann so: „Ok, ich hab doch deutlich mehr Angst, als ich dachte“ – UND DAS IST HÄUFIG SO!

Das ist auch ok, Angst zu haben – aber irgendwann muss man seinem Körper wieder vertrauen. In der Reha einer Verletzung – oder auch bei Reizdarm oder einer anderen Gesundheitsstörung – musst du irgendwann EINFACH AUFHÖREN, PATIENT ZU SEIN, sonst, na ja, sonst bleibst du halt Patient.

Willst du das?

Bei der Übungsausführung ist allerdings aufgefallen, dass er wirklich nicht weiß, was er da tut – er kommt zum Workshop Grundübungen mit der Langhantel. Und das ist meine Empfehlung für jeden, der trainiert und sich noch nie hat coachen lassen von jemandem mit mehr Erfahrung. Du nimmst klitzekleine Nuancen mit oder erkennst größere Fehler und Baustellen, wovon du dein Leben lang profitierst.


Ein Patient mit Rückenschmerzen war beim letzten Mal da und innerhalb von 10 Minuten konnte er wieder heben, schmerzfrei. Weil ich zaubern kann? Weniger. Das war nicht das Geheimnis, sondern eine Veränderung seines Stands, seines Griffs, seiner Stellung im Raum und und und – beim Training denken wir immer, dass wir, nur weil wir ein paar Mal die Woche eine Stunde im Gym „irgendwas machen“ und ein paar YouTube-Videos gesehen haben, Experten sind. Aber ist das so? Ich glaube nicht. Nur weil du auf einer Bahnschiene spazierst, wirst du nicht zum ICE und nur weil du ab und zu mal in der Küche kochst, bist du kein Sternekoch. ES GIBT MENSCHEN DIE MACHEN DAS SEIT Ü20 JAHREN BERUFLICH UND TÄGLICH. Wie hoch ist da wohl die Wahrscheinlichkeit, dass du da etwas lernen kannst?

Ich sehe in der Praxis einfach oft so viele Probleme, die so einfach zu beheben sind – und so viel Widerstand von Menschen, mal 20, 30, 50, 100 € IN SICH SELBST ZU INVESTIEREN! Dann warten die, bis was im Sack ist, und dann geben die f...



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