5. Mai 2026

Warum deine Verletzung nicht abheilt und deine Reha nicht funktioniert (+ Rabatt-Codes)

Hallöchen!

Ich muss grad mal etwas erzählen – aus der Praxis für die Praxis. Also: Ein Patient – du kennst das sicher oder denkst eventuell sogar in diesen Mustern – fragte mich, und das passiert ständig, welche Übung ich ihm bei seinen Rückenschmerzen empfehle.

Und das Wort Rückenschmerzen kannst du gegen Tennisellbogen, Achillessehne, Migräne oder was auch immer austauschen. Du kannst es auch austauschen gegen: „Mein Training funktioniert nicht so wie geplant.“

Also: Du hast ein Problem, kommst nicht weiter und suchst eine „schnelle, einfache Lösung“ – die Übung steht stellvertretend hierfür.

Viele Menschen suchen also z. B. bei Schmerzen oder Trainingsproblemen zuerst nach der „richtigen Übung“. Oft wird gefragt:

Was kann ich zusätzlich tun?
Welche Übung bei Tennisellbogen?
Welche Übung bei Knieschmerz?
Welche Übung bei Rücken?
Welche Übung für mehr Beweglichkeit?
Wärme oder kälte? 
Ibuprofen oder nicht?
Wie oft Physiotherapie?

Das ist verständlich, irgendwie. Zumindest wenn du fachlich sonst mit der Thematik zu tun hast. Aber in der Praxis ist die Übung oft gar nicht der entscheidende Punkt! Meistens wäre die bessere Frage:

Warum ist diese Belastung für mich bzw. diesen Menschen gerade zu viel – oder zu wenig? Wie entstehen die Beschwerden ursächlich? Was sagt die Evidenz zur Effektstärke der eingesetzten Intervention?

Also, die Fragestellung ist da etwas vielschichtiger und komplexer. Denn meistens ist eine körperliche Beschwerde kein „Übungsmangel“ – und du wirst lachen:

Oft auch nicht mal ein „Ibuprofen-Mangel“ und auch kein „Massage-Mangel“.

Aber die Lösung Nummer 1 ist in der Praxis oft: Hier ein paar Übungen, etwas Massage und Ibuprofen. Und die „ganz aktuellen“ Physios und Coaches erzählen dir dann noch mal etwas über Schmerzmodulation.

Eine klitzekleine Intervention, ja, eine einzige Übung KANN mal sinnvoll sein, aber oft auch nutzlos oder komplett überfordernd. Nicht wegen der Übung selbst, sondern wegen Dosierung, Timing, Ausgangslage, Schmerzinterpretation, Glaubenssätzen, Regeneration, Progression, Kommunikation – na ja, Ursache und aktuellem Bedarf.

Und auch wenn der Leitsatz Scheiße-Sein-Lassen-Scheiße-Wieder-aufbauen OFT funktioniert, er reicht genauso oft auch nicht immer.

Genau hier trennt sich aus meiner Sicht auch gute Praxis von random Übungslisten, simplem Belastungsmanagement oder theoretischen Interventionen.

Schau dir mal diese beiden YouTube-Videos von mir zum Thema an, die sind dabei vermutlich augenöffnend:Wir brauchen oft mehr als „Übungen“ und den einfachen Quick-Fix.

Eine Übung oder ein Quick-Fix oder simples Belastungsmanagement ist oft nicht falsch, aber auch nicht nachhaltig und nur ein Werkzeug. Eben oft einfach nicht ausreichend als alleinige Intervention.

Eine gute Übungs-Auswahl, falls nötig, die richtige bedarfsgerechte Dosierung oder Veränderung, andere ursächliche Ansätze, Entscheidungen und lösungsorientierte Anpassungen an den jetzigen Bedarf der Problematik ist Handwerk. Und das siehst du schon an der etwas komplexeren Fragestellung oben, oder?

Daher sind auch die meisten „Übungsvideos“ auf Insta oder „mach QUICK FIX XY für Problem XY“, na ja, wie soll ich mich diplomatisch ausdrücken … TOTALER SCHEIß! Und nur, wirklich NUR, reine Zeitverschwendung für dich! Ich lege z. B. nach meinem letzten Urlaub bewusst mein Handy viel öfter zur Seite und es ist... EIN GAME-CHANGER! Ich hätte nie gedacht, dass mich dieses Scheißgerät so sehr stresst. Ich werde stärker, wacher, schlafe besser und das ganz ohne Änderung meines Trainingsplans oder eine neue Übung *grins* *lol* *rofl* (schmunzel ruhig).

Und ich komme gerade auf dieses Thema, weil ich gestern ein YouTube-Video zu all dem gedreht habe was ich gerade schreibe – das kommt vermutlich morgen – und dort das verarbeitet habe, was ich die letzten Wochen wieder so in der Praxis von Patienten gehört habe.

Ich habe dabei oft auch das Gefühl, dass die Patienten von ihren „Experten“ verarscht werden.

Ich schäme mich für einige meiner Kollegen, weil ich in Gesprächen ja mitkriege worums denen geht: GELD! Ich würde nie jemanden namentlich nennen, aber ich habe viele Menschen in meiner Praxis und es sind auffällig oft einige gleiche Namen die von Patienten. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die „Experten“ das, was oft gemacht wird, wirklich selbst glauben. Aber naja. Ich stehe nicht daneben, daher ist das ein bisschen wie stille Post. Das soll nicht das Hauptthema sein (sei einfach vorsichtig bei dem, was dir erzählt und verkauft wird).

Also statt Verasche, falsche Teppiche, Übungen und Quick-Fixes wird das Handwerk bei all der Vielschichtigkeit deiner Probleme (oder der Probleme unserer Klienten) immer wichtiger. Informatio...


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